
Anders? - Ja!Anders aktiv!


Das Modellprojekt "AnJa" hat einen Innovationspreis von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) bekommen. Überreicht hat ihn Bayerns Sozialstaatssekretärin Melanie Huml am 17. Oktober in Ingolstadt an Ulla Ostermann, Leiterin des Projekts "AnJa". "Das Projekt ist beispielgebend für die stärkere Wahrnehmung der Kompetenzen von Menschen mit Behinderung", lobte die Staatssekretärin. Ausgezeichnet wurde "AnJa" außerdem für die gute Vernetzung und den ansprechenden barrierefreien Internetauftritt.
Das Modellprojekt "AnJa" (Anders? - Ja!) will Menschen mit Behinderungen zu gesellschaftlicher Aktivität und ehrenamtlicher Tätigkeit in gemeinnützigen Organisationen ermutigen. Die beratende Betreuung und Begleitung, so die Erfahrungen aus der Projektarbeit, ist eine wichtige Voraussetzung für den freiwilligen Einsatz. Gemeinnützige Organisationen, in denen sie arbeiten, werden ebenfalls beraten.
Die bagfa vergibt den Innovationspreis jährlich. Dieses Jahr stand die Ausschreibung unter dem Motto "Erkennen. Verbinden. Anpacken." Neben dem Projekt "AnJa" haben zwei Freiwilligenagenturen einen Hauptpreis bekommen. Verbunden damit ist ein Preisgeld von je 3000 Euro. Zudem gab es einen Sonderpreis und einen Preis von der Deutschen Bank für weitere gute Ideen.
Das Projekt "AnJa" existiert seit Januar 2004. Entstanden ist es auf Initiative des Diakonischen Werkes Kirchenkreis Moers. Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW fördert das Projekt.
Mittlerweise wurde "AnJa" weiterentwickelt: Seit diesem Jahr gibt es die "AnJa"-Tandems-Teams. Mit ihnen werden die Kompetenzen von Menschen mit geistigen Behinderungen für das freiwillige Engagement genutzt.